#9 Schreibtipp: Autorendialog zum Thema „Idee“ 🔍

Diesmal geht es im #autorendialog von @idakondering und @doreen_hallmann_autorin um das Thema “Idee”.

Um gleich die Frage von hinten aufzurollen: Ich schreibe gern drauf los, bin also Schreibtyp Nr. 1 “Seat-of-the-pants”. 🖋️ Zumindest, was das Schreiben meines Debütromans angeht. Werde bei den nächsten Büchern bestimmt auch andere Vorgehensweisen ausprobieren. Dadurch findet man doch bestimmt raus, was am besten zu einem passt, oder?

Wieso habe ich drauflos geschrieben? Zum Einen wegen Unwissenheit. Aber mir war es auch wichtig, erstmal überhaupt ein eigenes Schreibgefühl zu entwickeln. Mich nicht zu sehr auf Schwächen und Regeln zu konzentrieren, die meinen Kreativitätsfluss hemmen könnten. Ich wollte meine erste, eigene Geschichte genießen und mich nicht verunsichern lassen. So war alles, was ich zu Beginn wusste: “Es soll um eine musikalische Fantasywelt gehen.” 🔮🎶🎻 So habe ich angefangen.

Mein Ziel war es, in jeder Woche eine Mindestzahl an Wörtern zu schreiben und weitestgehend einzuhalten. Egal, wie zufrieden oder unzufrieden ich mit dem Text auch war (bei vielen Dingen redet man sich ja auch gerne mal runter ;)). Damals hat mir das gut getan, weil ich dadurch gesehen habe, wie ich weiterkomme und es war einfach faszinierend für mich, zu erleben, wie während des Schreibens nach und nach ein Turm aus Ideen wuchs, mit denen ich nie gerechnet hätte.

Geplottet habe ich auch, aber erst, als ich ungefähr ⅓ von der Geschichte geschrieben hatte. Dann kamen Zeitstrahl und Familienstammbäume dazu. Sonst wäre ich wohl irgendwann in der Komplexität versunken. 🙄 Bin froh, dass ich das so gemacht habe. Klar ist die Überarbeitung umso aufwändiger, weil ich vorher drauflos getippt habe, aber so hielt ich eine Geschichte in der Hand, an der ich schleifen konnte.

Manche Ideen kommen mir während des Schreibens und Überarbeitens, andere zwischendurch. Und ja, es klingt klischeehaft, aber selbst Elemente aus meinen Träumen konnte ich teilweise in der Geschichte einbauen. 😛 Ich möchte Leser mit meiner Geschichte stärken und das Gefühl geben, dass sie ihren Platz in der Welt finden können. Egal, wie hart das Schicksal auch manchmal zuschlagen mag …

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